Energie-Infos: Effizient Heizen

THEMA: Heizen mit Holz-Pellets

Pelletinfos: http://www.depv.de/holzpellets/pellets/beschreibung/

Emissionen

Bei Pelletsheizungen werden, Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt dabei aufgrund der vollautomatischen Brennstoffförderung ständig geschlossen. Hierdurch ist ein Dauerbetrieb mit ungestörtem und effektivem Abbrand möglich, der niedrige Emissionen und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 % zur Folge hat. Auch im Teillastbereich weisen Pelletsheizungen sehr niedrige Emissionswerte auf. Ein weiterer Grund für die niedrigen Emissionen der Pelletsheizungen ist neben dem gleichmäßigen, ungestörten Verbrennungsvorgang auch die durch die Normierung garantierte gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität (z. B. geringe Restfeuchte) des Brennstoffs.


Emissionen von verschiedenen Holzzentralheizungsanlagen kleinerer Leistung bei Nennwärmeleistung (Quelle: Landtechnik Weihenstephan, Technische Universität München)
Die Abbildung verdeutlicht die unterschiedlichen Emissionen, die durch die Verbrennung von Pellets, Hackschnitzeln und Stückholz entstehen.
Vergleicht man nun die anfallenden Emissionen moderner Pelletsfeuerungen mit den gesetzlichen Anforderungen, so wird schnell der hohe technische Standard deutlich (Quelle: DEPV)

Ökologische Vorteile

Es gibt viele Gründe, die für den Einsatz von Holzpellets als Brennstoff sprechen. Hierbei handelt es sich neben den Vorteilen für die Umwelt vor allem auch um ökonomische Vorteile, die bisher häufig noch übersehen werden.

Verringerung des Treibhauseffekts:

Pellets sind im Gegensatz zu fossilen Energieträgern CO2-neutral. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung der Pellets die Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, die der Baum zuvor beim Wachsen aufgenommen hat (geschlossener Kohlenstoffkreislauf ). Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wird dagegen Kohlenstoffdioxid freigesetzt, das seit Millionen von Jahren gespeichert ist.

Vergleich der CO2-Emissionen verschiedener Heizsysteme inklusive der Vorketten. (Quelle: Öko-Institut; Gemis 4.0)

Diese Freisetzung führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehaltes in unserer Atmosphäre und ist maßgeblich für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich. In einem Einfamilienhaus (siehe Verbrauchertipps) kann beispielsweise durch das Umstellen von einer Heizöl- auf eine Pelletsheizung der CO2- Ausstoß um rund 5 t/a reduziert werden (bzw. 2,5 t/a bei Austausch einer Gasheizung). Natürlich bezieht sich die CO2-Neutralität der Pellets lediglich auf den Verbrennungsprozess.

Verringerung des sauren Regens:
Neben einer Verringerung des Kohlenstoffoxidausstoßes kommt es bei der Verbrennung von Pellets auch zu einem geringeren Ausstoß an Schwefeldioxid. Da dieses Gas maßgeblich zur Bildung von saurem Regen beiträgt und für das Sterben unserer Wälder mitverantwortlich ist, leistet die Verbrennung von Pellets auch einen Beitrag zum Schutz unserer Wälder.

Geringes Transportrisiko:
Umweltverschmutzungen in Folge von Tankerunglücken und Lecks in Gaspipelines entfallen bei der Verwendung von Pellets als Brennstoff. Auch die Gefahr von Explosionen, Bränden und Grundwasserverunreinigungen bei der Lagerung des Brennstoffes ist im Vergleich zu den fossilen Energieträgern deutlich geringer.

Ökonomische Vorteile

Regionale Arbeitsplatzschaffung:
schem Holz schafft zahlreiche Arbeitsplätze in Industrie, Gewerbe, Dienstleistung sowie der Land- und Forstwirtschaft und trägt damit zur Wertschöpfung und Sicherung der sozialen Strukturen in einer Region bei.

Preisvorteil:
Der Preis von Pellets entwickelt sich weitgehend unabhängig von Gas- und Ölpreisen, die im Zuge knapper werdender Ressourcen und steigender Ökosteuer weiter steigen werden. Bereits heute stellen Pellets hinsichtlich des Brennstoffpreises eine kostengünstige Alternative zu fossilen Brennstoffen dar.

Versorgungssicherheit:
Holz ist ein regional nachwachsender, ständig verfügbarer Brennstoff. Diese Tatsache ermöglicht Deutschland gerade in Zeiten knapper werdender fossiler Ressourcen eine bedeutende Unabhängigkeit von Heizöl und Erdgas fördernden Ländern.

Normen

Qualitativ hochwertige Pellets zeichnen sich durch eine hohe Dichte, eine geringe Restfeuchte und einen geringen Abriebwert aus. Der Abriebwert wird in einem sogenannten „Ligno-Tester“ durch Beanspruchung mit 70 mbar im Luftstrom über 60 sek. ermittelt und sagt aus, in wieweit die Pellets mechanischen Belastungen (z.B. während des Transports) standhalten. Diese und weitere Anforderungen an Pellets , die zur Verwendung in Kleinfeuerungsanlagen bestimmt sind, werden gewährleistet, wenn nach der DINplus hergestellt wird. In dieser Norm sind alle Merkmalsanforderungen festgelegt.

DINplus-Auszug – Brennstofftechnische Anforderungen

Eigenschaften

Einheit

Anforderungen

Durchmesser

mm

4 ≤ d < 10 1)

Länge

mm

≤ 5 x d 2)

Rohdichte

kg/dm³

≥ 1,12

Wassergehalt

%

≤ 10,0

Aschegehalt 4)

%

≤ 0,50 5)

Heizwert 4)

MJ/kg

≥ 18,0

Schwefelgehalt 4)

%

≤ 0,04

Stickstoffgehalt 4)

%

≤ 0,30

Chlorgehalt 4)

%

≤ 0,02

Abrieb

%

2,3

Presshilfsmittel 7) 8)

%

2,0

 

 

 

1) Der nach Abschnitt "Kennzeichnung" anzugebende Durchmesser muss innerhalb einer Toleranz
von ± 10 % des angegebenen Durchmessers liegen
2) Maximal 20 % der Masse der Presslinge dürfen Längen von bis zu 7,5 x d aufweisen
4) im wasserfreien Zustand (wf)
5) Der Aschegehalt darf bis zu 0,80 % betragen, wenn das verwendete naturbelassene Holz bereits einen natürlichen höheren Aschegehalt hat
7) Chemisch nicht veränderte Produkte aus der primären land- und forstwirtschaftlichen Biomasse (solche sind z.B. Maisschrot, Maisstärke, Roggenmehl), die oe aus Gründen der Erleichterung des Pressvorganges und damit auch der Verbesserung der Energie-bilanz sowie zur Erhöhung der Abriebfestigkeit - dem Ausgangsmaterial zur Erzeugung von Holz- oder Rindenpresslingen beige-mengt werden dürfen.

Beschreibung

Holzpellets sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz mit einem Durchmesser von ca. 4 - 10 mm und einer Länge von
20 - 45 mm.
Für die Herstellung werden sogenannte Sägenebenprodukte wie z.B. Sägemehl oder Hobelspäne verwendet. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl.

Die Qualitätsanforderungen für den genormten Brennstoff sind in Deutschland in der DIN 51731 und in Österreich in der ÖNORM M 7135 festgelegt. Seit Frühjahr 2002 ist zusätzlich ein neues Zertifikat, die „DIN plus“, auf dem Markt, das die Vorzüge der DIN 51731 und der ÖNORM M 7135 vereint und darüber hinaus Anforderungen an Abriebfestigkeit und Prüfverfahren stellt.

Pellets Preisentwicklung

Monat / Jahr

2009 [ € pro Tonne ]

2010 [ € pro Tonne ]

Januar

229,87

225,73

Februar

236,23

227,28

März

234,68

230,45

April

218,68

223,20

Mai

204,86

 

Juni

203,79

 

Juli

212,54

 

August

218,84

 

September

221,20

 

Oktober

225,88

 

November

223,50

 

Dezember

224,20

 

Quellenangabe: DEPV/Solar Promotion GmbH


Basis für die Preisermittlung:

- Abnahme 6 Tonnen

- Umkreis von 100-200 km

- Inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.)

- Inkl. Mehrwertsteuer

 

Quelle: DEPV/Solar Promotion GmbH


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