KLIMA na KLARO - Ausgabe Oktober 2004
Ertragskontrolle sichert Rendite bei Photovoltaikanlagen
Fehlermeldung per SMS, Fax oder E-Mail
Bei einer Photovoltaikanlage bedeutet jeder Sonnentag bares Geld. Tritt ein Defekt auf, fehlen die Einnahmen. Eine regelmäßige Ertragskontrolle ist daher unverzichtbar.
Je nach Anlagengröße und eigenen Vorlieben stehen ver-schiedene Verfahren mit unterschiedlich hohen Kosten zur Wahl: Sie reichen vom eigenhändigen Ablesen des Zählers bis zur vollautomatischen Fernüberwachung mittels Messeinrichtung und Modem.
Ein Totalausfall der Anlage lässt sich problemlos durch ein regelmäßiges Ablesen des Zählers feststellen. Wer nicht selber tätig werden will, kann ein Messgerät installieren, das Alarm gibt, wenn während einer vorgegebenen Zeit kein Ertrag anfällt.
Der Ausfall einzelner Module lässt sich nur durch den Vergleich des tatsächlichen Ertrages mit dem für diese Anlage gültigen Soll-Ertrag ermitteln. Als Soll-Ertrag kann der Ertrag einer anderen Anlage in der Region die-nen, die eine ähnliche Orientierung und Neigung aufweist. Im Internet können unter www.pv-ertraege.de die monatli-chen Ertragswerten von Anlagen im ganzen Bundesgebiet kostenlos abgerufen werden.
Genauere Werte liefert eine auf dem Dach montierte Messzelle für Einstrahlung und Modultemperatur. Das dazu gehörige Messgerät berechnet den Soll-Tagesertrag der Anlage und warnt, wenn dieser nicht erreicht wird. Die Kosten liegen im Bereich von 1300 Euro.
Bei einer anderen Variante wird auf die Messzelle verzich-tet und statt dessen der Soll-Ertrag auf Grund der örtlichen meteorologischen Daten errechnet. Der reale Anlagenertrag wird hierbei entweder manuell über das Internet oder automatisch über ein Modem an die auswertende Zentrale übertragen. Fehler werden per SMS, Fax oder E-Mail ge-meldet. Die Kosten betragen etwa sechs Euro pro Monat bei der manuellen Dateneingabe und Gerätekosten von 1200 Euro bei der automatischen Datenübertragung.

BU Wechselrichter Stauffert.jpg: Hier wird der Ertrag gesichert. Mit zehn Wechselrichtern und einer automatische Störungsmeldung geht keine Kilowattstunde durch die Lappen. Foto: Philipp Granzow
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