KLIMA na KLARO - Ausgabe Oktober 2004

Solarzellen bald mit dreifachem Ertrag ?

Iridiumgalliumnitrid nutzt auch Infrarotstrahlung

Berkeley. Wird Indiumgalliumnitrid der Stoff aus dem die solaren Zukunftsträume sind? Zugegebenermaßen ist das Material schon länger bekannt. Aber bei seiner Eignungsprüfung für den Einsatz in Photovoltaikmodulen hat sich damals wahrscheinlich ein Messfehler eingeschlichen, vermuten amerikanische Wissenschaftler, die nun neue Erkenntnisse haben. Indiumgalliumnitrid ermöglicht die Nutzung des ganzen Spektrums des Sonnenlichts und könnte damit mehr als drei mal so viel Strom aus einem Modul liefern wie die heutigen Zellen. Je nach Mischungsverhältnis der Bestandteile werden verschiedene Wellenlängen optimal aufgenommen. Gelingt ein zweischichtiger Aufbau, ließen sich Wirkungsgrade von bis zu 50 Prozent erzielen, mit mehr Schichten auch bis zu 70 Prozent. Zum Vergleich: Eine heute handelsübliche Anlage mit polykristallinen Modulen kommt auf 14 Prozent Wirkungsgrad.