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Heppenheim-Oberlaudenbach. Immer mehr dieser Energiesparhäuser entstehen bei uns im Kreis Bergstraße. Bei der Musterbaustelle am 11. November 2003 in Oberlaudenbach, am Pfadacker17-19, konnten sich mehr als 40 Gäste von dem schlüssigen Konzept des Passivhauses überzeugen.
Neben Kompaktheit und Luftdichtheit ist die optimale Wärmedämmung und Wärmbrückenfreiheit beim Passivhaus ausschlaggebend. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für den erforderlichen Luftwechsel, ohne dabei die Wärme zu verlieren.
Das in Oberlaudenbach realisierte Hauskonzept wurde von der Zimmerei und Holzbaufirma Stadler entwickelt und auch in die Realität umgesetzt. Es handelt sich bei dem Gebäude um eine Holzständerkonstruktion, die im Innenraum mit OSB-Platten, außen mit Holzweichfaserplatten beplankt wurde. Bei den Außenwänden sorgt eine Dämmstärke von 25 Zentimetern und beim Dach sogar eine Stärke von 45 Zentimetern für den erforderlichen erhöhten Wärmeschutz. Besondere Beachtung fand bei dieser Baustelle das Luftdichtigkeitskonzept, das mit dem sogenannten "Blower-Door-Test" überprüft werden konnte. Der für den Wärmeschutz verantwortliche Planer, Hans Walberg, errechnete die Mehrkosten des Passivhauses gegenüber dem Standard mit rund zwei Prozent.
Von Georg Schuhmacher, dem Geschäftsführer der Fa. Solar und Mobil aus Lorsch wurde die komplette Energie-Technik geplant und auch eingebaut. Ein 14 Quadratmeter großer Solarkollektor sowie ein 1000 Liter Pufferspeicher decken den Hauptanteil an Heizwärme, die über die Lüftungsanlage im Haus verteilt wird. Das Brauchwasser wird sogar zu 90 Prozent von der Sonne erwärmt.
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