Klimaschutzzeitung „KliMa" - Ausgabe 1/2001
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Der Klimaschutz stand im Mittelpunkt der Umweltmesse in Bensheim
Bundesumweltminister Jürgen Trittin weihte die kreisweit größte Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Obi-Baumarktes ein
Auf dem Gelände des OBI-Baumarktes in Bensheim fand Mitte März die Umweltmesse „Klima-aktiv" statt. Anlässlich der Einweihung der größten Fotovoltikanlage im Kreis Bergstraße war auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin angereist. Während der ganzen Woche präsentierten sich Handwerksbetriebe, Umweltschutzverbände und Behörden in einem Zelt der Öffentlichkeit. Auch das Team des Brundtlandbüros war dabei.
Trittin: „Das ist eine Pionierleistung"
Bundesumweltminister Trittin weihte die Fotovoltaikanlage ein, die von der Solarstrom-AG auf dem Dach des Baumarktes installiert worden war. Er würdigte damit die Bemühungen der Baumarktkette, ökologischer Produkte aus „der kleinen Nische der Spezialgeschäfte" herauszuholen und für Jedermann anzubieten. Die Kooperation mit der Solarstrom AG bezeichnete er als „Pionierleistung", mit der die Solarszene und die etablierte Privatwirtschaft unter den neuen Rahmenbedingungen des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG) einen Beitrag zum Ausbau der Solarstromerzeugung in Deutschland leisten. „Auf diese Weise werden wir unser Ziel erreichen, im Jahr 2010 zehn Prozent des deutschen Strombedarfes aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen". Die neue Fotovoltaikanlage spart durch die CO2-freie Stromerzeugung jährlich 38 Tonnen Kohlendioxid ein.
„Klimaschutz funktioniert nur, wenn viele mitmachen"
Das Team vom Brundtlandbüro nutzte die Umweltmesse, um über Energiesparmaßnahmen und Fördermöglichkeiten zu informieren. „Klimaschutz funktioniert nur, wenn möglichst viele mitmachen, jeder kleine Beitrag ist wichtig", so Elke Dünnhoff, Projektleiterin im Brundtlandbüro. Neben Handwerksbetrieben waren auch Umweltschutzverbände wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Naturschutzbund (NABU) sowie mehrere Abteilungen des Landratsamtes wie das Umweltamt, die Abfallwirtschaft und das Agenda21-Büro auf der Messe vertreten. Neue Kontakte konnten geknüpft und so manche Hemmschwelle wurde überwunden werden.
„Hier gibt es Menschen, die sehr initiativ sind"
Der Marktleiter des Baumarktes, Dittmar Schambach, begründete das Engagement von OBI damit, dass er durch die Klimaschutzzeitung „KliMa" darauf aufmerksam wurde, dass es hier in der Gegend bereits „bereits viele umweltaktive Gruppen gibt. Da wollten wir mitmachen und dachten uns, wir laden sie alle ein und geben ihnen eine Präsentationsfläche in Form dieser Umweltmesse." Schambach sieht den Einsatz von OBI als ein Element in einem „Netzwerk, das Synergien freisetzen wird. Ich will aus Wettbewerbern Kooperationspartner für den Umwelt- und Klimaschutz machen. Dann ist diese Umweltmesse heute eine Investition in den Umsatz von morgen".
Globale Erwärmung nimmt zu
Klimawandel lässt Gletscher schmelzen und verursacht Naturkatastrophen
Schanghai/Zürich/Kreis Bergstraße. Das Weltklima erwärmt sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen dramatischer als bislang angenommen. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Mensch durch den steigenden Energieverbrauch weitgehend daran schuld ist, heißt es im Bericht des zwischenstaatlichen Forums für Klimaveränderungen (IPCC), der im Januar in Schanghai der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Wissenschaftler erwarten eine schnellere und „potenziell katastrophale globale" Erwärmung von durchschnittlich 1,4 bis 5,6 Grad in den nächsten Hundert Jahren. Bislang war nur mit einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von 1 bis 3,5 Grad gerechnet worden.
„Wir sollten mit sauberen Energietechnologien voranschreiten
Der Bericht „sollte in jeder Hauptstadt und Gemeinde die Alarmglocken klingeln lassen, meinte der Direktor des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UN) Klaus Töpfer. „Wir sollten mit sauberen Energietechnologien voranschreiten. Wir sind nämlich bereits mitten im Klimawandel."
Skigebiete nur noch über 1 500 Meter Höhe schneesicher
Mit der Klimaerwärmung werden in der Schweiz nur noch Skigebiete in Lagen ab 1 500 Meter schneesicher sein. Eine Studie des Schweizer Nationalfonds besagt, dass 51 Schweizer Skigebiete dadurch das Prädikat „schneesicher" verlieren werden. Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm: Beispielsweise müssen die Kantone Wallis und Graubünden mit Einnahmeverlusten von rund 40 Prozent, das heißt etwa 2,5 Milliarden Mark pro Jahr rechnen.
Winter kürzer und Gletscher dünner geworden
Um 40 bis 50 Meter sind die Gletscher in den Alpen seit Beginn der Industrialisierung dünner geworden. Professor Haeberli vom „World Glacier Monitoring Service" in Zürich verfasst regelmäßig Berichte über die Inlandgletscher der Erde. Er kann das Phänomen mit Zahlen untermauern: „In den vergangenen 150 Jahren sind etwa ein Drittel der Eisfläche und etwa die Hälfte des Volumens der Alpengletscher abgeschmolzen."
Hochwasser nehmen zu
Gehen die Gletscher zurück, wird das auch für das Flachland schlimme Folgen haben: Wenn im Winter in den Bergen mehr Regen statt Schnee fällt und die Gletscher ihre Funktion als Zwischenspeicher für das Wasser verlieren, ist die Kölner Altstadt künftig noch häufiger von Hochwasser bedroht. Dagegen werden die Schiffe auf dem Rhein im Sommer immer öfter nicht genug Wasser unter dem Kiel haben, weil das kontinuierlich abfließende Schmelzwasser der weißen Riesen ausbleibt.
Naturkatastrophen und volkswirtschaftliche Schäden nehmen zu
Eine weitere Folge des Klimawandels ist die Zunahme von Naturkatastrophen. Die häufigeren schweren Unwetter stellen auch die Versicherungswirtschaft vor große Probleme. In den vergangenen 50 Jahren haben sich die wirtschaftlichen Schäden durch große Naturkatastrophen mehr als verzehnfacht. Nach Angaben der Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft entstanden zwei Drittel der Schäden durch Stürme und Überschwemmungen. Die Gesamtsumme der Schäden wuchs weltweit von knapp 40 Milliarden US-Dollar zwischen 1950 und 1959 auf über 600 Milliarden US-Dollar in der Jahren 1990 bis 1999.
Klimaschutz ist eine Jahrhundertaufgabe
Der Klimawandel stellt die Weltbevölkerung vor eine Jahrhundertaufgabe, für deren Lösung in erster Linie die reichen Industriestaaten Verantwortung übernehmen müssten. Deutschland ist mit etwa 15 Prozent Kohlendioxid(CO2)-Reduktion gegenüber 1990 zwar weltweit Spitzenreiter im Klimaschutz. Auf dieser Bilanz kann man sich aber kaum ausruhen, wenn man die Ursache dieses vermeintlichen Erfolgs betrachtet. Die bundesdeutschen Emissionsminderungen wurden vor allem durch den Einbruch der Wirtschaft in den neuen Bundesländern erreicht. Nach einer Studie des Umweltbundesamtes sank dort der CO2-Ausstoß von 1990 bis 1995 um 44 Prozent, während er in Westdeutschland um 2 Prozent anstieg. Die Bemühungen um einen effizienten Energieeinsatz in Industrie und Privathaushalten wurden durch den zunehmenden Autoverkehr wieder zunichte gemacht.
Brundtland-Fördermittel sind Investitionen in Zukunft
Um so wichtiger sind Initiativen wie das Modellprojekt KlimaschutzRegion Hessisches Ried, mit denen in kurzer Zeit viele Beteiligte für einen aktiven Klimaschutz gewonnen werden können. Die Fördermittel des Brundtlandbüros für Energiesparmaßnahmen sind angesichts der volkswirtschaftlichen Schäden durch den weltweiten Klimawandel eine gut angelegte Investition in die Zukunft.
Quellen: Der Spiegel 28/2000, dpa 22.01.221, dpa 55.10.2000 / 27.01.2001
CO2-neutral mobil in der KlimaschutzRegion
Kombination von Solarstrom und Elektrofahrzeugen weist den Weg in eine klimaschonende Auto-Mobilität
Bensheim/Zwingenberg. Aktiver Klimaschutz schließt auch den umweltfreundlichen Verkehr mit ein. Wie man klimaschonend mobil sein kann, zeigte der Zwingenberger Harald Lang im März auf der Umweltmesse „Klima-aktiv" in Bensheim mit seinen solarbetriebenen Automobilen. Lang vertreibt gleichzeitig Solaranlagen, mit denen der Strom für die Fahrzeuge CO2-neutral erzeugt werden kann.
Strom fürs Auto aus der eigenen Fotovoltaikanlage
Der ökologische Nutzen von Elektrofahrzeugen hängt davon ab, wo der Strom herkommt, den sie verbrauchen. Strom, der aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Öl gewonnen wurde, ist nicht CO2-neutral. Um aus einem Elektroauto ein Solarmobil zu machen, kann man bei Harald Langs Firma „Innovative Technologie" nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die entsprechenden Fotovoltaikanlagen für das eigene Hausdach kaufen. Lang berechnet, wie groß die Anlage sein muss, damit sie den Strombedarf des Fahrzeuges decken kann. Bei einer Fahrleistung von 10 000 Kilometern im Jahr benötigt man etwa zehn Quadratmeter Solarzellen. Soviel Platz ist auf jedem Dach. Wer kein eigenes Dach zur Verfügung hat, kann statt dessen auch die entsprechende Menge umweltfreundlichen „Grünen Strom" beziehen, den viele Stromerzeuger anbieten.
Viel Spaß für wenig Geld
"Die Fahrzeuge haben die Unterhaltskosten eines Zweirades, die Vorteile eines Kleinwagens und vermitteln einen hohen Fahrspaß!" schwärmt Harald Lang. Der gelernte Maschinenbautechniker war bis vor zwei Jahren ein echter Vielfahrer. Er arbeitete im Außendienst und fuhr früher eigentlich recht gerne Auto. „Aber in den letzten Jahren hat das einfach keinen Spaß mehr gemacht. Zu viele Staus und der ganze Gestank", erklärt er den Sinneswandel. Die Faszination der Solartechnik entdeckte er durch einen Freund. Der vertrieb Elektrofahrzeuge und Fotovoltaikanlagen und seine kleine Firma expandierte rasend schnell. „Das hat mich überzeugt, in diese Branche einzusteigen und mit ihm zu kooperieren." Lang kündigte seine feste Stelle und machte sich selbständig.
„Hohe Benzinpreise lassen mich kalt"
Die Zukunftsaussichten schätzt der Solarmobil-Händler positiv ein: „Ich habe keine Angst vor Benzinpreiserhöhungen. Der Durchbruch dieser Technologien ist nicht mehr zu stoppen. Mittlerweile amortisieren sich Solarzellen, was die Energiebilanz angeht, schon nach drei bis vier Jahren. Und nach ein paar weiteren Jahren bringen sie nicht nur eine Kohlendioxidersparnis, sondern richtig Geld, denn die Sonne schickt keine Rechnung."
Lang hat sich ein hohes Ziel gesetzt: "In jedem Ort im Umkreis von 30 Kilometern soll in fünf Jahren mindestens ein Elektro-Fahrzeug fahren." In seiner Heimatstadt Zwingenberg sind bereits drei Fahrzeuge unterwegs.
Twike fahren - das ist wie fliegen
Landrat Norbert Hofmann nutzte die Umwelt-Messe „Klima-aktiv" für eine Probefahrt im muskel- und solarbetriebenen „Twike". Dieser Zweisitzer hat zwei Antriebe: einen Elektromotor und zwei Tretkurbeln, ähnlich wie bei einem Fahrrad. Hofmanns Kommentar: „Das Fahrzeug bietet ein angenehmes Fahrgefühl und ich trete ja gern mal in die Pedale." Elke Dünnhoff, Projektleiterin im Brundtlandbüro, nach der Fahrt: „Super, man hört keinen Motorenlärm, das ist wie fliegen!"
Erneuerbare Energien sind finanzierbar
Vergütung für Stromeinspeisung
Fossile Ressourcen zur Energiegewinnung sind begrenzt. In diesem Sinne fördert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung.
Ziel ist es den Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch bis zum Jahre 2010 mindestens zu verdoppeln.
EEG regelt die Abnahme und Vergütung von Strom
Das EEG regelt die Abnahme und Vergütung von Strom, der ausschließlich aus Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Erdwärme, Deponiegas, Klärgas, Grubengas oder Biomasse gewonnen wird.
Die Energieversorgungsunternehmen (EVU) sind als Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Ressourcen vorranig abzunehmen. Gleichzeitig ist im EEG die Höhe zur Einspeisevergütung festgelegt.
Mehr Geld für erneuerbare Energien
So wird für Strom, der aus Windenergie gewonnen wird, 17,8 Pfennig pro Kilowattstunde (kWh) bezahlt. Die Vergütung für Strom aus Wasserkraft, Deponie-, Gruben-, und Klärgas liegt bei 15 Pfennig pro kWh. Aus Biomasse erzeugte Energie hat eine Mindestvergütung von 17 Pfennig pro kWh, aus Erdwärme gewonnene Energie liegt bei 14 Pfennig pro kWh. Für Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen erhält der Erzeuger sogar 99 Pfennig pro kWh .
Es gibt 99 Pfennige für Solarstrom
Hand in Hand mit dem EEG wirkt das bundesweit angebotene 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm. Es dient der langfristigen Finanzierung von Investitionen für die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen und bietet Kredite mit einem attraktiven Festzinssatz.
100000-Dächer-Programm fördert Investitionen
Durch das EEG ist auch ein wirtschaftlicher Vorteil für den Erzeuger erkennbar. Der bislang kostenintensive Solarstrom wird in Verbindung mit dem 100.000-Dächer-Program finanzierbar.
Bund der Energieverbraucher hilft weiter
Eine Übersicht über alle Fördermittel für Solaranlagen ist im Internet unter www.energieverbraucher.de zu finden.
Bald in eine Wärmedämmung oder eine Kesselerneuerung investieren
Heizen Sie sparsam oder schicken Sie Ihre Heizenergie zum Fenster hinaus?
Wissen Sie eigentlich, wie hoch der Heizenergiebedarf Ihres Gebäudes im Vergleich zu anderen Gebäuden liegt? Heizen Sie sparsam oder schicken Sie Ihre Heizenergie zum Fenster hinaus? Nur wenige Hausbesitzer schätzen ihren eigenen Energieverbrauch richtig ein.
Wenn Sie mehr über Ihren Heizenergiebedarf wissen möchten, können Sie sich an das Solar- und Energieberatungszentrum Bergstraße in Heppenheim wenden. Kostenlos erhalten Sie dort eine Energiediagnose Ihres Gebäudes in Form eines Energiepasses.
Kostenlose Energiediagnose - oder selbst berechnen
Wenn Sie Spaß am Rechnen haben, können Sie aber auch selbst herausfinden, wie gut oder schlecht Ihr Gebäude im Vergleich abschneidet und ob Sie möglichst bald in eine Wärmedämmung oder eine Kesselerneuerung investieren sollten.
Zunächst ist festzustellen, wie viel Energie im Jahr benötigt wird. Dazu nehmen Sie die Jahresabschlussrechnungen der letzten Jahre zur Hand. Sofern Sie mit Gas heizen, finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung den Jahresenergieverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Als nächstes ist der Durchschnittsverbrauch über mehrere Jahre zu ermitteln, in dem mehrere Jahresverbräuche addiert und durch die Anzahl der Jahre geteilt wird. Wenn Sie mit Strom heizen, verfahren Sie wie beim Gas beschrieben. Bei Öl ermitteln Sie den jährlichen Durchschnittsverbrauch, indem Sie den Ölbezug über mehrere Jahre addieren und durch die Anzahl der Jahre teilen. Das Ergebnis multiplizieren Sie mit dem Faktor zehn.
Der so ermittelte Jahresverbrauch sagt aber noch nicht viel aus. Beispielsweise wären 30 000 kWh für ein kleines Häuschen zu viel, für ein großes Haus aber akzeptabel.
Für eine Beurteilung des Verbrauchs müssen Sie wissen, wie viel kWh Sie pro Quadratmeter (m2) Wohnfläche verbrauchen. Dazu teilen Sie Ihren kWh-Verbrauch durch die beheizbare Wohnfläche Ihres Gebäudes und erhalten so die Energiekennzahl.
Beispiel zur Berechnung des Heizölverbrauchs
Hier ein Beispiel: Ihr durchschnittlicher Verbrauch an Heizöl liegt bei 4 000 Liter pro Jahr; multipliziert mit zehn ergibt dies einen Energieverbrauch von 40 000 kWh pro Jahr. Liegte Ihre beheizbare Wohnfläche beispielsweise bei 160 m2, dann teilen Sie den Jahresenergieverbrauch durch 160 und so erhalten Sie eine Energiekennzahl von 250kWh/m2. Mit Hilfe der nebenstehenden Tabelle können Sie das Ergebnis einordnen.
Fällt Ihr Ergebnis schlechter als „gut" aus, ist die Wärmedämmung, der Heizkessel oder beides verbesserungsbedürftig. Eine nachträgliche Dämmung kann aus einem Altbau ein Niedrigenergiehaus machen. Auch mehr als 20 Jahre alte Kessel treiben den Energieverbrauch in die Höhe uns sollten erneuert werden.
Das erste Haus des Klimaschutzes steht in Heppenheim
Sonderprämierung für den ganzheitlichen Ansatz der Familie Ober
Heppenheim. Aus 111 sanierten Gebäuden hat das Team des Brundlandtbüros das Haus der Heppenheimer Familie Ober zum „Haus der Klimaschutzes 1999" ausgewählt. Landrat Norbert Hofmann und der Erste Kreisbeigeordnete Egon Straub überreichten Barbara und Norbert Ober eine mit Solarstrom beleuchtete Hausnummer als Sonderauszeichnung die beispielhafte Sanierung ihres Hauses. Mit ihren ausgeklügelten Energiespar-Ideen konnte die Familie ihren Heizölverbrauch fast halbieren und hat dadurch mittlerweile zwölf Tonnen Kohlendioxid (CO2) gespart. Der Preisträger Norbert Ober wünscht sich viele Nachahmer und empfiehlt das Förderprogramm des Brundtlandbüros weiter.
Die Mischung macht´s
Ober nutzte vielfältige Energiesparmöglichkeiten aus: Er tauschte die alten Fenster, Fensterbänke und Rollläden aus, dämmte die Fassade und brachte einen neuen Spezialverputz auf. Die alte Ölheizung wurde durch eine neue ersetzt. Das Warmwasser wird mit Hilfe eines Sonnenkollektors erzeugt, an dem auch die Waschmaschine und der Geschirrspüler angeschlossen sind. Mehr als die Hälfte ihres Strombedarfs decken die Obers mit der eigenen Fotovoltaikanlage auf dem Dach.
Für die Zukunft unserer Kinder
„Wir machen das, weil wir unseren Kindern ein Vorbild sein wollen und weil wir der Überzeugung sind, so unseren Beitrag zur Sicherung ihrer Zukunft leisten zu können", sagte die Sozialpädagogin Barbara Ober. Norbert Ober unterrichtet am Heppenheimer Starkenburggymnasium, wo er auch die „Energie-Agentur" betreut. Er will nicht nur Vorbild für seine eigenen Kinder sein. „Mir liegt wirklich viel an der Sache. Ich will zeigen, dass man gerade bei Altbauten mehr für den Klimaschutz tun kann, als man allgemein annimmt. Und hier in der KlimaschutzRegion hatte ich das Glück, vom Brundtlandbüro auch noch prima unterstützt zu werden."
7 250 Mark Zuschuss vom Brundtlandbüro
Nach eigenen Angaben haben Barbara und Norbert Ober bisher 150 000 Mark für Energiesparmaßnahmen ausgegeben. Dem stehen das eingesparte Geld für Heizöl und Strom, ein zinsgünstiges Dahrlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie 7 250 Mark Zuschuss vom Brundtlandbüro gegenüber.
Komfort ohne schlechtes „Klima-Gewissen"
Der Clou für Barbara Ober ist, dass sie sich den ganz normalen Komfort von Spülmaschine und wohlig warmer Wohnung leisten können, mit dem guten Gewissen, die Umwelt dadurch nicht unnötig zu belasten.
Brundtland-Förderprogramme schaffen Arbeitsplätze
Handwerksbetrieb in Biblis stellt wegen guter Auftragslage neue Mitarbeiter ein
Biblis. Die Förderprogramme des Brundtlandbüros kommen zur rechten Zeit. Die Handwerksbetriebe, die sich auf die Wärmedämmung von Gebäuden spezialisiert haben, spüren erste positive Auswirkungen. In Biblis stellt ein Malerbetrieb aufgrund der stabilen Auftragslage neue Mitarbeiter ein. Zwei sind schon gefunden, zwei weitere werden noch gesucht. „Neben einem aktiven Klimaschutz sind das genau die Effekte, die wir langfristig von dem Projekt KlimaschutzRegion Hessisches Ried erhoffen" so Landrat Norbert Hofmann.
„Langsam spricht sich die Sache herum"
„Es spricht sich langsam herum. Wenn wir in einer Straße ein Haus sanieren, bekommen wir kurze Zeit später mindestens zwei Anfragen aus der selben Straße", erklärt Timo Kissel von der Firma Farben-Kissel in Biblis das Phänomen. Für den Malermeister und geprüften Energeiberater wirken mehrere Aspekte für die gute Auftragslage zusammen: Die hohen Energiepreise lenken die Aufmerksamkeit der Hausbesitzer auf den Energiesektor. Wenn dann Förderprogramme die Hemmschwelle für die Investition in Gebäudesanierungen niedriger machen und gleichzeitig von einer unabhängigen Stelle wie dem Brundtlandbüro eine gute Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Wärmedämmung und Fördermöglichkeiten gemacht wird, dann trauen sich die Leute nachzufragen. „Wir bekommen dann zum Beispiel Anrufe, wie das mit dem Schimmel ist, wenn man sein Haus dämmt", erzählt Kissel. „Wir erklären dann, dass Schimmel in einem gut gedämmten Haus nicht wachsen kann. Wenn wir noch erwähnen, wie viel Heizöl sie sparen können und dass es für die Wärmedämmung Zuschüsse vom Brundtlandbüro gibt, sind die Leute schnell überzeugt."
„Rund um die Wärmedämmung immer auf dem neuesten Stand"
Kissels Überzeugungskraft kommt nicht von ungefähr. Die Firma Kissel besteht bereits in der dritten Generation und führt seit dreißig Jahren Wärmedämmung an Gebäuden aus. Durch die langjährige Erfahrung mit Lieferanten, Materialien und Verarbeitungstechniken können die Kissels Innovationen gut einschätzen: "Wenn was Neues auf den Markt kommt, weiß ich sofort, ob es was taugt oder nicht. Die guten Sachen probiere ich gleich aus." Auch eigene Ideen werden getestet und ins Programm genommen. So geschehen mit der Anregung eines Kunden. Der fühlte sich nicht wohl mit seinem Fensterblick durch die dick gedämmten Wände und kam sich eingesperrt vor. Daraufhin schrägte die Firma Kissel die Dämmplatten an den Leibungen der Fenster etwas ab. Diese Fensterkeile nahmen den Fensterwänden die Enge ohne die Dämmwirkung zu beeinträchtigen.
Nach der Lehre den Vertrag in der Tasche
Der Auszubildende Dirk Kistner ist kurz vor seiner Abschlussprüfung zum Maler und Lackierer. Er hat den Arbeitsvertrag bei der Firma Kissel nach dem Ende der Lehre so gut wie in der Tasche. Ihm gefällt die Arbeit, weil Kissel-Baustellen keine gewöhnlichen Baustellen sind. „Zum einen wenden wir immer die neuesten Materialien und Arbeitsweisen an. Zum anderen erhalten wir auf Workshops Informationen über rationelles und kundenorientiertes Arbeiten."
Der Malermeister mit dem Laptop
Timo Kissel hat immer einen Mini-Computer im Jackentaschen-Format dabei. Das Aufmaß macht er mit einem „Laser-Meter", den er an das Mini-Laptop anschließt. „Mit diesem Ding kommt das Büro auf die Baustelle. So kann ich dem Kunden anschließend genau ausrechnen, in welchem Zeitraum sich die Investition amortisiert."
Klimaschutz ist wirkungsvolle Wirtschaftsförderung
„An Beispielen wie der Bibliser Firma Kissel wird deutlich, dass Wirtschaftsförderung und Klimaschutz kein Gegensatz sein müssen", freut sich der Bergsträßer Landrat und Initiator des Klimaschutzprojektes. Durch die Öffentlichkeitsarbeit und die Fördermittel des Brundtlandbüros können im Bereich Wärmedämmung neue Märkte erschlossen werden, die auch über die Dauer des Klimaschutzprojektes hinweg Geschäftsfelder und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region sichern. „Eine wirkungsvolle Form der Wirtschaftsförderung, die sich hoffentlich bald auch auf das gesamte Kreisgebiet erweitern lässt", so Hofmann optimistisch.
Das Erfolgsprojekt ÖKOPROFIT geht in die Arbeitsphase
Nach der Auftaktveranstaltung im Januar führten letzte Woche die Umweltexperten der Firma ARQUM den zweiten Workshop durch. „Ich bin hochzufrieden, ein derart nachhaltiges Projekt zusammen mit der lokalen Wirtschaft soll uns erst mal einer nachmachen", freut sich der Agenda 21-Beauftragte des Kreises Dr. Andreas Schenkel.
Auf der Tagesordnung stand die Vermeidung von Abfällen und Emissionen. Wolfgang Gutknecht von der Abfallwirtschaft des Kreises erläuterte den 16 beteiligten Firmen die Möglichkeiten der Verwertung und Entsorgung von Abfällen. „Jetzt weiß ich endlich, wen ich bei Fragen ansprechen muss. Der Service der Abfallwirtschaft wird für mich durch dieses Seminar noch wirkungsvoller", so einer der Teilnehmer in der Kaffeepause. Der Seminarleiter, Dr. Uwe Götz von der beauftragten Firma Arqum, lobte die hohe Motivation der Teilnehmer: „Es macht Spaß mit dieser Gruppe zu arbeiten. Die Möglichkeit, durch den Kontakt der Teilnehmer untereinander Anregungen und Ideen zu erhalten, ist dabei noch ein sehr wertvoller Nebeneffekt für alle Beteiligten."
Zum Workshop hatte die Firma ISL in ihr Werk nach Viernheim eingeladen. Während der Pause gab es eine Firmenführung. Anschließend wurde die Durchführung einer Input-Output-Analyse erläutert und als Hausaufgabe den Teilnehmern mit auf den Weg gegeben. Das nächste Treffen bei der Firma Langnese wird unter dem Thema „effizientes Energiemanagement" stehen.
Wettbewerb Energiespar-Unternehmen des Jahres 2001
Im Rahmen des Modellprojektes „KlimaschutzRegion Hessisches Ried" schreibt das Brundtlandbüro für Klimaschutzmaßnahmen des Kreises Bergstraße, einen Wettbewerb zur Prämierung des Energiespar-Unternehmen des Jahres 2001 aus.
Der Wettbewerb ist mit insgesamt 20.000 Mark dotiert. Der Sieger erhält 10.000 Mark, der 2. Sieger 5.000 Mark, fünf mal werden 1.000 Mark vergeben.
Teilnehmen können Unternehmen aus der KlimaschutzRegion Hessisches Ried (Bensheim, Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Heppenheim und Zwingenberg), die Maßnahmen zur Stromeinsparung oder zur Abwärmenutzung durchführen und im Rahmen des Förderprogrammes „Strom- und Abwärme-Effizienz-Prämie für Industrie und Gewerbe" einen Förderantrag im Brundtlandbüro gestellt haben.
Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt nach den Kriterien:
- Höhe der Energieeinsparung und der damit vermiedenen Kohlendioxid (CO2)-Emissionen
- Anteil der reduzierten CO2-Emissionen an den gesamtem CO2-Emissionen des Betriebes
- Wirtschaftlichkeit (Kosteneffektivität) der Maßnahme
- Innovativer Charakter
- Übertragbarkeit auf andere Unternehmen
- Einbindung von Mitarbeitern
Es müssen nicht alle Kriterien gleichzeitig erfüllt sein. Die Preisverleihung erfolgt zum Jahresende durch ein unabhängiges Fachgremium. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Für Rückfragen steht Ihnen Herr Lenschow im Brundtlandbüro dienstags und donnerstags unter der Telefonnummer 06252 / 15-558 gern zur Verfügung. Brundtlandbüro für Klimaschutzmaßnahmen, Kreis Bergstraße, Gräffstr. 5, 64646 Heppenheim, email: klima@kreis-bergstrasse.de.
Car-Sharing-Gruppe in Heppenheim gegründet
In Heppenheim hat sich seit Herbst 2000 eine „Teil-Auto-Gruppe" gegründet, die ein Auto gemeinschaftlich nutzt.
Nach dem Vorbild der bereits existierenden Heppenheimer "Teilkiste" haben sich nun weitere Interessierte zusammengefunden.
Für die Teilnehmer, die in der Regel umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn oder Rad nutzten, lohnte sich die Anschaffung eines eigenen Fahrzeuges nicht. Aus beruflichen Gründen musste ein Auto her. Also taten sich Gabriele Patzke, Elke Dünnhoff und Bernd Müller zusammen, um die Kosten zu teilen und gleichzeitig den eng gewordenen Straßenraum nicht mehr als unbedingt nötig zu belasten. „Das Auto wird bewusster eingesetzt, die Verführung, für kurze Strecken ins Auto zu springen, entfällt eher einmal", so Elke Dünnhoff, „Teil-Kisten"-Mitbesitzerin und Leiterin des Brundtlandbüros.
Private PKW´s werden im Durchschnitt nur wenige Stunden am Tag gefahren. Die übrige Zeit stehen sie ungenutzt herum und verbrauchen am Straßenrand und auf Parkplätzen eine Menge Platz. Schließen sich mehrere Autonutzer zusammen, so reduziert sich dieser Platzbedarf je nach Teilnehmerzahl.
Die Absprache, wer in der Teil-Auto-Gruppe zu welcher Zeit das Fahrzeug benutzten kann, erfolgt über eine eigene Internetseite. Sie ist über ein Passwort ausschließliche den Teilnehmern zugänglich. Im Internet trägt jeder Teilnehmer seiner gewünschte Fahrtzeit ein. Bei Terminkollisionen wird kurz zum Telefonhörer gegriffen und die Dringlichkeit der Fahrt geklärt.
Derzeit teilen sich drei Fahrzeug-Nutzer den roten Passat-Kombi. Er steht in zentraler Lage in Heppenheim, nur wenige Minuten Fußmarsch vom Marktplatz entfernt.
Weitere Teilnehmer sind herzlich willkommen, da der Passat bei drei sparsamen FahrerInnen noch nicht ausgelastet ist. Interessenten können sich an Elke Dünnhoff, Brundtlandbüro für Klimaschutzmaßnahmen Kreis Bergstraße unter 06252 / 15-558 wenden.
Das KliMa-Logo - Symbol für gute Zusammenarbeit in der Kreisverwaltung
Johannes Keßler, Diplomingenieur der Architektur und Mitarbeiter der Bauaufsicht im Bergsträßer Landratsamt, ist Sieger im Wettbewerb um das Logo der KlimaschutzRegion Hessisches Ried. Der Wettbewerb war im vergangenen Jahr in der Kreisverwaltung und den Rathäusern der Klimaschutzkommunen ausgeschrieben worden, um den Wiedererkennungseffekt zu sichern.
Elke Dünnhoff, Projektleiterin im Brundtlandbüro für Klimaschutzmaßnahmen, würdigte die Unterstützung mit einem Buchpreis und lobte die gute Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ämtern der Kreisverwaltung.
Der 41-jährige Darmstädter Keßler ist durch seine Arbeit bei der Bauaufsicht des Kreisbauamtes vertraut mit konflikträchtigen Situationen, vor allem wenn er den Bauherren vor Ort „auf die Finger" schauen muss. Um so mehr schätzt er die echte Teamarbeit im Landratsamt. „Die geht bis zur Spitze hinauf. Der Erste Kreisbeigeordnete Egon Straub ergänzte zum Beispiel meinen Entwurf für das Logo, indem er noch die Starkenburg auf die Odenwaldsilhouette setzte", so Keßler bei der Prämierung.
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Brundtlandbüros wissen um die Vorteile einer guten Zusammenarbeit innerhalb der Behörde. Einmal im Monat treffen sich Kollegen aus verschiedenen Abteilungen in der „Klimarunde". "Wir sind ja eigentlich Abgesandte des Landes Hessen und hier nur zu Gast. Für unser Projekt arbeiten mehrere Abteilungen der Kreisverwaltung unkonventionell und ämterübergreifend zusammen. Ohne diese tatkräftige Unterstützung würde das gar nicht funktionieren", so die Projektleiterin. Die Pressestelle wirkt zum Beispiel bei der Herstellung der Klimaschutzzeitung „KliMa" mit, die Abteilung Wirtschaftsförderung realisiert den Internetauftritt des Brundtlandbüros und das Solar- und Energieberatungszentrum Bergstraße berät die Bürger über Dämmstoffe und Fördermöglichkeiten, bevor sie ihren Förderantrag beim Brundtlandbüro stellen.
Auf diese Weise werden Kontakte geknüpft, die auch nach dem Ende der Projektlaufzeit eine gute Zusammenarbeit für den Klimaschutz sichern können.
Sportler für Klimaschutz: Grüner Strom für die Region
Sportvereine werben Kunden für ökologisch erzeugten Strom und gewinnen!
Grüner Strom.....
Durch die Liberalisierung des Strommarktes kann jeder seinen Stromversorger selbst bestimmen.Vielen Menschen ist nicht nur der Preis, sondern auch die Herkunft des Stromes wichtig. „Grüner Strom" auch „Ökostrom" genannt, wird aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse oder aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen. Grüner Strom schont die Umwelt und leistet neben der Einsparung von Energie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Der höhere Preis für Grünen Strom fördert den Bau von neuen Anlagen zur Erzeugung von umweltfreundlichem Strom.
... für die Region....
In der KlimaschutzRegion Hessisches Ried möchten wir deshalb den Bezug von Grünem Strom unterstützen.
Unser Augenmerk liegt auf dem vor Ort erzeugten Ökostrom regionaler Anbieter. Durch die Förderung von Neuanlagen vor Ort wird neben dem obersten Ziel des Klimaschutzes gleichzeitig ein Beitrag zur lokalen Wirtschaftsförderung geleistet.
... durch Sportvereine:
Als Sportler spielt Energie für Sie eine wichtige Rolle. Im Verein werden Kräfte gebündelt, um sich bei Wettbewerben mit anderen Vereinen zu messen. Viele Menschen kennen die Angebote des Grünen Stromes nicht. Für die Verbreitung des Wissens über den Grünen Strom sind wir deshalb auf Ihre Hilfe angewiesen. Wir möchten an Ihren Sportlergeist appellieren, sich an dieser Kampagne zu beteiligen. Ihre tatkräftige Unterstützung für den Klimaschutz möchten wir auch entsprechend belohnen!
Prämien
1Unsere Kampagne startet am 1. April 2001. Sportvereine aus der KlimaschutzRegion Hessisches Ried (Bensheim, Biblis, Bürstadt, Einhausen, Groß-Rohrheim, Heppenheim, Zwingenberg) erhalten für die Werbung von Neukunden, die Grünen Strom bei einem der regionalen Energieversorger GGEW AG, HEAG NaturPur AG oder EWR AG beziehen, eine Prämie in Höhe von je 20 Mark. Neukunden können sowohl private Haushalte als auch Gewerbebetriebe sein.
...und Wettbewerb
Die Kampagne endet am 30. September 2001. Zusätzlich zu den Einzelprämien von 20 Mark pro Neukunde wird nach sechs Monaten ermittelt, welcher Sportverein die meisten neuen Grün-Strom-Kunden geworben hat.
Die Sieger erhalten folgende Preise: Erster Preis: 3000 Mark, Zweiter Preis: 2000 Mark, Dritter Preis: 1000 Mark, Vierter bis zehnter Preis: je 400 Mark
Die Prämien und Gewinne können beispielsweise für die Jugendarbeit oder die Anschaffung von Geräten eingesetzt werden. Die Preise werden von den drei regionalen Energieversorgern zur Verfügung gestellt.
So wird’s gemacht:
Wenn Sie als Mitglied eines Sportvereines in der KlimaschutzRegion Hessisches Ried einen Neukunden für Grünen Strom werben möchten oder selbst Kunde werden möchten, so wenden Sie sich mit beiliegendem Coupon direkt an einen der drei regionalen Anbieter Ihrer Wahl.
Der Energieversorger sendet dem Interessenten dann alle nötigen Informationen zu. Wird ein Vertrag für Grünen Strom abgeschlossen, erhält Ihr Sportverein 20 Mark Prämie.
Die Energieversorger melden regelmäßig die Zahl der geworbenen Neukunden und die beteiligten Sportvereine an das Brundtlandbüro für Klimaschutzmaßnahmen des Kreises Bergstraße. Nach Ablauf der Kampagne werden die Gesamtsieger ermittelt und die Prämien und Gewinne ausbezahlt. Die Zwischenstände werden regelmäßig über die lokale Presse bekannt gegeben.
Elektrizitätswerk Rheinhessen AG (EWR)
Lutherring 5, 67547 Worms
Tel: 01801 / 848484, Fax: 06241 / 848459
email: vertrieb@ewr.de Internet: www.ewr.de
Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerke Bergstraße AG (GGEW)
Dammstraße 68, 64625 Bensheim
Tel: 06251 / 1301-0, Fax: 06251 / 67229
email: info@ggew.de Internet: www.ggew.de
HEAG NaturPur AG
Jägertorstraße 207, 64289 Darmstadt
Tel: 01801 / 709222, Fax: 06151 / 709- 2703
email: info@naturpur-ag.de
Internet: www.naturpur-ag.de
Glaubwürdigkeit
Grün-Strom-Kunden wollen wissen, woher Ihr Strom kommt bzw. wohin Ihr Geld geht. Drei Gütesiegel unabhängiger Gutachter helfen weiter:
Grüner Strom-Label:
- von vielen Umweltverbänden unterstützt
- „gold" steht für 100 % regenerativ
- Gewinne werden in Neuanlagen investiert
Öko-Institut-Zertifikat:
- „Regenerativ": 100 % regenerativ
- Gewinne werden in Neuanlagen investiert
TÜV-Zertifikat „1303":
- 100 % regenerativ
- Investition in Neuanlagen wird erwartet
Grüner Strom ist bezahlbar
Ein Singlehaushalt zahlt bei den meisten Grün-Strom-Angeboten lediglich ca. 10 Mark monatlich mehr als beim „Normalstrom", eine vierköpfige Familie etwa 25 Mark. Gegenüber 1998 (vor der Liberalisierung des Strommarktes) ergibt sich kaum eine Veränderung. Wird zusätzlich Strom eingespart (durch Energiesparlampen, sparsame Haushaltsgeräte, keine Stand-By-Verluste etc.), ist Grüner Strom noch preisgünstiger.
Was steckt hinter der KlimaschutzRegion Hessisches Ried?
Image-Broschüre zeigt die Zusammenhänge auf
„Warum machen Sie das eigentlich?" „Werden hier nur Fördergelder verteilt?" „Warum gibt es hier Zuschüsse und in der Nachbargemeinde nicht?" Das sind häufig gestellte Fragen, wenn die hauptamtlichen Klimaschützer des Brundtlandbüros am Telefon über die Hintergründe des Klimaschutzprojektes informieren. Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen sind in der Image-Broschüre des Modellprojektes KlimaschutzRegion Hessisches Ried zusammengetragen, die kostenlos beim Brundtlandbüro unter der Telefonnummer 06252/15-555 oder 15-558 bestellt werden kann.
Das Klimaschutzprojekt Hessisches Ried verbindet lokale Wirtschaftsförderung mit der global wirkenden Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes. Ein großer Anteil der Projektarbeit besteht in der Öffentlichkeitsarbeit. Damit wird in der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Schutz der Erdatmosphäre geschaffen und regionale Kräfte zu einem Netzwerk für den Klimaschutz verknüpft.
Weitere Informationen rund um das Thema KlimaschutzRegion Hessisches Ried finden sie im Internet unter www.kreis-bergstrasse.de Stichwort „Klimaschutz".
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